Die Erdwärme, welche in Fachkreisen auch als Geothermie bezeichnet wird, ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Die Erdkruste speichert die Wärme im Erdinneren derart, dass sie durchaus zu Energiezwecken entnommen und regeneriert werden kann, so dass sie von diversen Verbrauchern optimal nutzbar ist. So kann die Erdwärme etwa zum Heizen oder Kühlen durch Wärmepumpenheizungen verwendet werden oder auch zur Erzeugung von elektrischen Strom dienlich sein. Doch wo kommt diese enorme Energie genau her?
Wissenschaftler bestätigen, dass die Erdwärme aus der Restwärme der Erdenstehung stammt und aus radioaktiven Zerfallprozessen herrührt, welche in den Erdkrusten seit Millionen von Jahren kontinuierlich erzeugt wird. Hinzu kommen zudem die wärmenden Strahlen der Sonne und in Verbindung mit der im Erdkern entstehenden Wärme können wir uns diese Energie nützlich machen. Diese Energie kann zudem unterschiedlich gewonnen werden: einerseits durch oberflächennaher Erdwärme und andererseits durch tiefer Erdwärme. Bei der oberflächennahen Erdwärme wird die direkte Energie von Haushalten und Firmen in Anspruch genommen, welche durch Wärmepumpenheizungen Wärme und Strom erzeugt. Die tiefe Erdwärme wird eher indirekt zur Stromerzeugung gewonnen.
Die Nutzung der Erdwärme scheint durch ihre unaufhörliche Reserven eine gute Lösung für alle Verbraucher darzustellen – dennoch lassen sich einige Vor – und auch Nachteile für die Verwendung der Erdwärme aufzählen.
Die klaren Vorteile der Erdwärme stellen die Verfügungsaspekte dar. Erdwärme ist unabhängig – im Gegensatz zum Beispiel zur Solarenergie – zu jeder Tages- und Jahreszeit zu erhalten. Auch die Witterung kann der Erdwärmegewinnung nichts anhaben. Zudem ist nicht zu erwarten, dass diese Energiequelle aufgrund ihrer langen Existenz verbrauchbar ist. Somit kann die Nutzung von Erdwärme dauerhaft und von nahezu jedem Haushalt oder Unternehmen oder zu sonstigen Zwecken bezogen werden. Und dies ist außerdem auch gut für unsere Umwelt: sowohl die oberflächennahe als auch die indirekte Verwendung der Erdwärme belastet unsere Erde nur mit geringem Kohlendioxid, so dass diese Methode zur Heizung oder Stromnutzung mit Erdwärme für jeden Menschen in Frage kommt. Weiterhin gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Erdwärme optimal zu nutzen. Neben elektrischen Strom und Wärmebildung für beispielsweise Heizzwecke, kann mit der Erdwärme und der verbundenen Anlage auch in den Sommermonaten die Klimatisierung betrieben werden. Die Verwendung von Erdwärme ist sehr vielfältig und bietet dem Verbraucher enorme Einsatzmöglichkeiten.
Doch leider bietet die Erdwärme nicht nur Vorteile. Bevor die Erdwärme vollständig genutzt werden kann, benötigt man verständlicherweise auch eine spezielle Anlage. Dies bringt gewisse Vorarbeiten, Bohrungen, das Einbringen der Wärmesonde und die Anschaffung der Erdwärmeheizung mit sich. Diese Arbeiten sind durchaus zeit- und auch sehr kostenintensiv. Ob sich die Installation mit den Kostenersparnissen durch die Erdwärme wirklich lohnt, ist durch Berechnungen vorerst abzuklären.
Ist dies getan, bleibt weiterhin die Frage offen, ob in speziellen Regionen die Nutzung der Erdwärme überhaupt möglich ist. An einigen Orten kann beispielsweise die Installation einer Erdwärmeanlage selbst dann nicht genutzt werden, auch wenn die geologischen Vorraussetzungen für eine Nutzung eigentlich optimal wären. Dies kann derart begründet werden, dass das Einbringen der Wärmesonde und der Flächenkollektoren in das Erdreich eine relativ große Menge an Platz erfordern. Hierfür sind Baggerarbeiten und Bohrungen nötig, um die Wärmesonde tief genug in das Erdinnere zu befördern. Ist dieser Platz nicht vorhanden, so können auch die Arbeiten und Maßnahmen für eine Erdwärmeheizung nicht vollzogen werden.
So unsinnig es außerdem klingen mag, aber selbst die Wärmepumpen müssen zuerst mit Energie versorgt werden, bevor sie Haushalte oder Unternehmen mit Erdwärmeenergie beliefern können. Dies ist hingegen nur mit Zufuhr einer anderen Energiequelle möglich – in diesem Fall durch elektrischen Strom. Somit muss für die Erstellung von Erdwärmeenergie eine andere Energieleistung angezapft werden.
Bleibt zumindest die Frage offen: lohnt sich für mich der Bauaufwand und die Nutzung der Erdwärme?
Definitiv ja. Die Energiekosten werden sich Statistiken zufolge in den nächsten Jahren steigern, so dass die Installation und Verwendung von Erdwärme an sich wirtschaftlich und ökologisch gesehen auf jeden Fall lohnenswert ist. Trotz der hohen Kosten für die Anschaffung der Erdwärmeheizung werden die Betriebskosten gering bleiben. Im Gegensatz zu anderen Energiequellen ist dies kostentechnisch nahezu unschlagbar.


1 comment
Valentiner
Jul 27, 2011
Alles Qatsch. Erwärme ist modern, lohn sich aber nicht.
Themen wie mindest Durchflußmenge weden gerne vershwiegen. Unser Haus ist 3 Jahre alt, niedrigenergie, Wärmerückgewinnung, Wohnfläche 130 m².
83€ Strom für die Pumpe im Monat. Mit dem Anschafungspreis eingerechnet lohnt sich die Pumpe in 124 Jahren. Bin jetzt 50. Strom erzeugen mit der Abwärme geht übrigens nicht. Duschen alle 4 bie uns morgens, springt die Heizung an und braucht die Mindestdurchflußmenge. Macht also Warmwasser und heizt mit dem Rest das Haus. Auch bei 22°C Außen. Die Trägheit der Fußbodenheizug tut ein übriges. Fazit nie wieder. Gruß aus Hamburg