Eine von vielen Heizmethoden ist das Heizen mit Holz. Diese recht traditionelle und uralte Beheizung der Wohnung oder des Hauses ist auch heute noch möglich, und wird von vielen Menschen als romantisch empfunden. Durch die natürliche Herkunft des Holzstoffes ist es ein ebenso praktisches und geldsparendes Unterfangen einen Holzofen zu benutzen. Doch neben dem romantischen Aspekt an kalten Wintertagen gemütlich mit einem Glas Wein vor dem prasselnden Kamin, oder Holzofen zu sitzen, tun sich nun bei vielen Eigenheimbewohnern auch andere Fragen auf: lohnt sich die Anschaffung eines Holzofens? Wie sieht es mit den Emissionswerten des Rauchstaubes bei Verbrennung des Holzes aus? Und hat ein Holzofen überhaupt Zukunft? Sicherlich ist die Beheizung der Räumlichkeiten mit Holz auch mit Vor- und Nachteilen verbunden – doch schauen wir uns die Fakten näher an.
An Holzöfen gibt es unterschiedliche Formen und Varianten, mit denen mittels Holz eine wohlige Raumtemperatur entstehen kann. Einen Holzofen kann man schon ab 170,00€ erwerben, nach oben hin ist kostentechnisch alles offen. Wer allerdings die Wärme optimal nutzen möchte und von seinem Kauf auch recht lange profitieren will, muss schon etwas kräftiger in die Tasche hineinlangen: der Kauf eines geschlossenen Kamins oder robusten Holzofens kann hier durchaus mal 800€ – 1.600€ kosten.
Dennoch bleiben die Kosten des Heizmittels recht stabil und günstig: bei den steigenden Heizöl- und Strompreisen scheint das Heizen mit Holz daher schon attraktiv zu werden. Auch die Anschaffung von Schütt- oder Spaltholz ist in vielen Regionen verhältnismäßig günstig. So kann man 10 Raummeter Schüttholz für ca. 100€ erhalten. Noch ist diese Variante also kostengünstig. Für einen Holzofen benötigt man ebenso nicht viel Platz, lediglich die Unterbringung des Holzes erfordert einen gewissen Stauraum. Warum hindert es dennoch viele Menschen wieder auf traditionelles Heizen mit Holz umzusteigen?
Bislang waren sich Holzofenbesitzer sicher und einig, dass bei einer ordnungsgemäßen Holzofenanlage die Emissionswerte ziemlich gering seien, so dass bei richtiger Verwendung nur wenig Ruß entstünde. Die Umwelt wäre durch die Nutzung von Holzöfen also nicht in Mitleidenschaft gezogen. Dass dem so nicht ist, haben nun verschiedene Statistiken bezeugen können: Laut mehrerer Internetquellen wurde unmissverständlich berichtet, dass das Heizen mit einem Holzofen in näherer Zukunft teurer werden könnte. Überlegungen des Staates werden kundgetan, eine Holzsteuer anzustreben oder eine Berechnung eines gewissen Betrages pro eingesetzten Holzofen bzw. eines eingesetztem Kamins vorzunehmen. Begründung: durch die höhere Abgabe des Feinstaubes, welche durch die Verbrennung von Holz entsteht würde zusätzlich die Umwelt belasten. Bestätigungen des Umweltbundesamtes soll ein Holzofen eine Anzahl von Feinstaub produzieren wie ungefähr 3500 Erdgasheizungen. Zudem entstehen bei der Verbrennung von Holz giftige Stoffe wie beispielsweise Kohlenwasserstoff, Dioxin und Teer, welche bei einer Verbrennung mit einer Gasheizung zum Beispiel nicht entstehen. Aufgrund dessen fordert das Umweltbundesamt eine gesetzliche Regelung, welche einen Einbau von Filteranlagen befürwortet.
Wer nun schon einen Holzofen besitzt braucht nicht in Panik zu verfallen: die Menge der Schadstoffe im verbrannten Holz richtet sich nach der Art der Verbrennung. Ein Heizen im offenen Kamin ist besonders unsauber. So konnte nachgewiesen werden, dass bei bundesweit 15 Millionen Holzöfen allein im Jahr 2005 24.000 Tonnen Rauchstaub in die Luft abgegeben wurden und dies die Emissionswerte bei weitem überstieg als die Feinstaubabgabe aller Dieselfahrzeuge. Daher sollen gerade diese Öfen ab 2015 nicht mehr als 20 Mikrogramm Rauchstaub pro m³ abgeben dürfen. Liegt eine höhere Rauchstaubabgabe vor muss der Ofenbesitzer einen Russfilter einbauen lassen: eine Nachrüstung, welche mitunter knapp 1.200€ kosten kann. Holzpelletöfen, private Kochherde, eingemauerte Kachelöfen sowie historische Öfen und offene Kamine aus der Zeit vor 1950 sollen allerdings von diesen strengen Richtlinien ausgenommen werden und in erster Linie Öfen betreffen, welche für wenige 100€ vor allem günstig in Baumärkten erstanden wurden.
Ob nun eine Anschaffung Sinn macht und vor allem Kosten spart, sollte vorab mit fachkundigen Herstellern besprochen werden. Ebenso sind Beratung und Kostenvoranschläge vor einem Kauf eines Holzofens sinnvoll.


2 comments
Sascha Heiss
Feb 15, 2009
Hallo erstmal,
Was in aller Welt steht denn da in dem obigem Text???
Der den Text verfasst hat, hat nicht die geringste Ahnung was heizen mit Holz betrifft. Erstens, man rechnet Milligramm pro m³ und nicht Microgramm, das ist ein tausendstel. 2tens, Feinstaubemission (ist sogar sehr gut für die Umwelt, da die Böden und Felder gedüngt werden) derzeit bei 60 Mg pro M³. Und wer sich einen guten Holzofen kaufen möchte, der muss noch viel mehr ausgeben, als 800 bis 1600 Euro. Nur noch eins, habe einen Dauerbrandofen von der Fa. RIKA, und der erfüllt alle, absolut alle Normen der S****ß EU. Und wenn jemand da ein Gesetz ändern will, dann kann er ändern was “ES” will, denn ich hab 25 Jahre Standrecht auf meinen Ofen. Und so spare ich und meine Mieter ca. 1000 Euro pro Jahr an Heizkosten für Öl, dass in dem Fall keiner braucht. Also ein bisschen unabhängig machen von denen die mit Öl etc. Geschäfte machen. Holz ist als Brennstoff absolut sauber und kann es nur empfehlen. Gruß Sasch.
Assilie
Dez 5, 2010
… und ich wüsste brennend gerne, wo ich 10 Raummeter Schüttholz für ca. 100 € erhalte!!! Schon seit Jahren kostet EIN Schüttmeter Mischholz zwischen 50 und 80 Euro, Tendenz steigend… und wenn es angeblich Anbieter gibt, wo ich das Holz für 10 Euro bekommen kann, würde ich dankbar um die Adresse bitten! Gruß, Assilie
PS: Ich heize jetzt den ersten Winter mit einem Holzkaminofen… da geht allerdings ganz schön was durch… ich kann deshalb noch nicht glauben, dass ich da 80,- Euro im Monat an Heizkosten sparen soll.. bin für Tips deshalb sehr aufgeschlossen!