Tagtäglich werden wir damit konfrontiert: die Spritpreise steigen wieder – ein Ende ist nicht in Sicht. Was hat das mit Heizkosten zu tun? Die Benzinpreise steigen auch dieses Jahr wieder drastisch und mit ihm die Heizkosten. Prognosen zufolge soll der Barrel (159 Liter) Rohöl dieses Jahr noch 200 Dollar kosten. Verbunden ist das mit den Rohölpreisen aus Fernost, welche unsere Portemonnaies in die Knie zwingen lassen. Haushalte mit Gasbeheizung mussten bereits mit einer Preiserhöhung von 12,5 % rechnen, fernbeheizte Gebäude hatten eine Erhöhung von 4,7 % und Häuser mit Ölheizung einen Anstieg von 2,3 % zu verzeichnen. Laut Berechnungen wären die Preise eigentlich noch höher verrechnet worden, hätten die Verbraucher nicht schon sparsam genug gelebt. Und doch werden die Heizkosten wieder erhöht. Wie kann das sein? Schon im Jahr 2005 wurden die Ölpreise kontinuierlich erhöht – und zwar um ganze 30 %. Seit 2000 ist der Preis für Heizöl um 44,3 % und die Kosten für Gasbeheizung um 57,8% gestiegen.

Was kann man jetzt noch tun, um bei den ewig steigenden Heizkosten zu sparen ohne im Winter dabei zu frieren?

Oft heizen wir nutzlos über die Wärme hinaus – das bedeutet ein Mehrbedarf an Heizöl entsteht und das kostet natürlich immense Energie. Die darauf folgende Endabrechnung bringt schließlich das böse Erwachen. Am besten kontrolliert man wöchentlich den Zählerstand, was bei Gasheizungen sehr einfach ist – bei Ölheizungen kann der Ölstand abgelesen werden. So sieht man, wie viel Energie eigentlich verbraucht wurde. Außerdem ist es immer wichtig richtig zu heizen. So sollte zum Beispiel bei der täglichen Lüftung die Heizung heruntergestellt werden, damit beim Stoßlüften im Winter die überschüssige Wärme nicht den gesamten Raum verlässt und uns zum Frösteln stimmt. 2-3 Mal am Tag eine Stoßlüftung von 5 Minuten reicht, danach sollte die Heizung wieder höher gedreht werden.

Das Absenken der Raumtemperatur in der Nacht kann hierbei auch von Nutzen sein. Weiterhin ist eine richtige Heizanlage sowie die Dämmung des jeweiligen Gebäudes – z. B. durch einzelne Wände und des Daches – sind für den Verbrauch ausschlaggebend. Empfehlenswert sind Isolierglasfenster im Gegensatz zu einfachen Glasfenstern, wie sie noch häufig genutzt werden, um die Wärme nicht ungehindert aus den Räumen dringen zu lassen. Veraltete Heizpumpen oder andere Heizkörper fressen regelrecht das Öl und lassen die Kosten in die Höhe schnellen. Eine Modernisierung der Anlagen und eine jährliche Wartung können Öl und weitere Kosten erheblich einsparen. Auch das Runterdrehen der Drehzahl bei Heizpumpen kann schon weitere Verluste von Öl eingrenzen.

Eine kostengünstigere Variante ist beispielsweise das Anbringen von Alufolie hinter den Heizkörpern – so wird die Wärme wieder in den Raum reflektiert, anstatt ungenutzt nach draußen zu dringen. Auch die Erneuerung von Kunststoffdichtungen an Türen und Fenstern sollten regelmäßig vorgenommen werden. Mit der Zeit können diese durch Umwelteinflüsse und Abnutzung porös werden und lassen die Wärme ebenfalls ungenutzt entweichen. Das Anbringen von Thermostatventilen können zudem ebenfalls nützlich sein: sie halten die Raumtemperatur konstant bestehen und rentieren sich so schon nach ein paar Jahren in der Anschaffung.

So lassen sich ohne große Investitionen, sondern mit dem Ändern des eigenen Heizverhaltens die Kosten bereits etwas sinken lassen.